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Nachhaltigkeit als Innovationsmotor:
7. Internationale Fresenius-Konferenz
"Wasch- und Reinigungsmittel"


Fachkonferenz am 25. und 26. April 2012 in Mainz mit Neuigkeiten zu Marktveränderungen, Hygiene-Aspekten und Produktlabelling


Dortmund, Mainz, 8. Mai 2012

Die Verbraucher verlangen immer öfter nach nachhaltigen Produkten. Dies gilt auch für den Markt der Wasch- und Reinigungsmittel, auf dem hohe Anforderungen an Hygiene und Waschleistung auf wachsendes ökologisches Bewusstsein treffen. Doch viele Verbraucher sind auch skeptisch: Ist es möglich, beide Aspekte zu vereinen ohne Abstriche machen zu müssen? Welche Produkte sind tatsächlich ökologisch und nicht nur schöner Schein? Und wie kann der Verbraucher die "grünen" Produkte in der Masse der Angebote erkennen? Antworten auf diese und weitere Fragen diskutierten Experten aus ganz Europa auf der 7. Internationalen Fresenius-Konferenz "Detergents and Cleaning Products" am 25. und 26. April 2012 in Mainz.

Der Markt für Wasch- und Reinigungsmittel internationalisiere sich zusehends, stellte Ian Bell (Euromonitor, UK) zu Beginn fest. Zwar sei Westeuropa traditionell eine bedeutende Größe auf dem Markt und habe mit 25 Prozent des weltweiten Umsatzes immer noch eine signifikante Stellung inne, jedoch unterliege der Markt mehr und mehr einem globalen Ansatz. Sowohl Ideen und Technologien als auch Inhaltsstoffe und Reinigungsverfahren aus der ganzen Welt hätten mittlerweile Einfluss auf die Branche, so Bell. Insgesamt mache der Markt momentan einen Transformationsprozess durch. Man befinde sich im Jahr 2012 inmitten einer Revolution des Denkens, die den Anfang einer neuen Verbrauchskultur markiere. Die Aspekte "Nachhaltigkeit" und "Umwelt" würden schon heute eine Schlüsselfunktion auf dem Markt einnehmen und in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen, so Bell.


Hygiene auch bei niedrigen Temperaturen gesichert

Immer mehr Reinigungsprodukte werden für das Waschen bei niedrigen Temperaturen angeboten und tragen damit der Forderung nach energiesparenden Reinigungsverfahren Rechnung. Dr. Tobias Kimmel (Miele) erklärte, dass es generell eine hohe Kundenakzeptanz für das Waschen mit niedrigen Temperaturen gäbe, die Verbraucher aber verunsichert seien, da sie gelernt hätten, dass nur hohe Waschtemperaturen ein optimales Reinigungsergebnis versprechen. Hier müsse man noch stärker als bisher Aufklärungsarbeit am Kunden leisten, betonte Kimmel. Die Verbraucher müssten verstehen, dass nicht die Waschtemperatur allein entscheidend für das Ergebnis sei, sondern dass vielmehr das Zusammenspiel von Waschmittel und Waschprogramm die Wirkung bestimme. Allgemein mache es hygienisch kaum einen Unterschied, ob gering verschmutzte Wäsche bei 20 oder 40 Grad gewaschen würde – lediglich die Waschwirkung sei in der Niedrigtemperatur-Variante als vermindert zu beurteilen, schloss Kimmel.


Verbreitung des EU-Ecolabel wächst stetig

Auf vielen Produktverpackungen befinden sich mittlerweile spezielle Labels, die auf die besondere Umweltqualität des jeweiligen Produkts hinweisen. Diese so genannten "Ecolabels" würden hohe Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung genießen und seien zumeist sehr bekannt, führte Dr. Peter Buttner (RAL) aus. Dies gelte insbesondere für nationale Kennzeichnungen: Beispielsweise habe in Deutschland der Bekanntheitsgrad des Deutschen Umweltzeichens "Blauer Engel", das seit 1978 besteht, im Jahr 2010 bei 76 Prozent gelegen - dagegen sei das EU-Ecolabel (besteht seit 1992) national im vergangenen Jahr nur auf geschätzte 10 Prozent gekommen, so Buttner. Nach Artikel 11 der EU-Umweltzeichenverordnung (66/2010/EG) müssten nationale Umweltzeichenkriterien mindestens genauso streng sein wie die des EU-Labels. Dies gelte allerdings nur für Produktgruppen, die auf nationaler Ebene neu erarbeitet würden und für die es bereits ein EU-Umweltzeichen gibt. Allen Zeichen gemein sei die Zertifizierung durch Dritte, die erst nach Antragsstellung und der Erfüllung spezieller Anforderungen erfolge. Kriterien, die bei der Zertifizierung für das EU-Zeichen geprüft werden, seien im Bereich der Wasch- und Reinigungsmittel unter anderem die Rezeptur des Produkts, seine Gebrauchstauglichkeit und Verpackung sowie die Art und Menge an Informationen, die für die Verbraucher bereitgestellt werden, erklärte Buttner. In Bezug auf das EU-Label sei seit den späten 1990er Jahren eine stetige Entwicklung bei der Beantragung und Vergabe von Lizenzen und damit bei der Anzahl der lizensierten Firmen und Produkte zu beobachten. Derzeit umfasse das Label 26 Produktgruppen und decke somit ca. 25.000 Produkte des europäischen Marktes ab – die nächsten Erweiterungen seien noch für dieses Jahr geplant. So würden in 2012 sowohl eine Revision der Vergabe "Seifen, Shampoos und Haarspülungen, -kuren" als auch die Einführung der Produktgruppen "Professionelle Waschmittel" und "Professionelle Maschinengeschirrspülmittel" stattfinden, schloss Buttner.


Die Unterlagen mit den Skripten aller Vorträge der Konferenz können zum Preis von 295,- EUR zzgl. MwSt. bei der Akademie Fresenius bezogen werden. Bei Interesse klicken Sie bitte hier.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:


Die Akademie Fresenius GmbH
Monika Stratmann

Alter Hellweg 46
44379 Dortmund
Germany

Telefon  +49 231 75896-48
Telefax  +49 231 75896-53
E-Mail  mstratmann@akademie-fresenius.de
Internet  www.akademie-fresenius.de




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